Treffpunkt Houzz

Ideen und Kontakte gesucht! Die Onlineplattform Houzz.de bietet nicht nur Wohninspirationen aus der ganzen Welt, sondern verbindet Schreiner, Tischler, Inneneinrichter oder Architekten mit Haus- und Wohnungsbesitzern, die ihr Wunschprojekt umsetzen wollen. Was bietet diese Form des Online-Marketings?

von Annette Wenzel und Tina Huh

Die Idee hinter Houzz, der Onlineplattform fürs Bauen, Renovieren und Einrichten, stammt aus dem Silicon Valley, hat aber schon längst auch in Deutschland gezündet: über 40 Mio. User hat die Webseite aktuell. Houzz, ausgesprochen „House“, schließt offenbar eine Lücke. Der Name ist eine Kombination aus House und Buzz, sprich „Haus“ und „digitale Mundpropaganda“. Und die funktioniert: Seit die deutsche Ausgabe 2014 online ging, hat sich hierzulande eine umtriebige Community gebildet.

Potenzielle Kunden mit konkreten Bauvorhaben im Netz treffen

Auf Houzz.de informieren sich Bauherren und Endkunden, die ihre Wohnung oder ihr Haus renovieren oder maßgeschnei-derte Möbel anfertigen lassen wollen. Für ihr Wunschprojekt suchen sie auf Houzz Inspirationen und pfiffige Ideen. Wo clever Stauraum in einer verwinkelten Küche schaffen, welche Trends sind derzeit bei der Badplanung angesagt oder wie baut eine wachsende Familie ihre Wohnung raumsparend um? Auf der Plattform gibt es nicht nur globale Vorschläge für diese Fragen, sondern den Projektpartner dazu in unmittelbarer Nähe.

„Über 30 000 deutsche Experten in 60 Kategorien sind hier zu finden. Diese kann man zum Beispiel nach Region, Handwerk, dem umzugestaltenden Raum oder ihren Bewertungen filtern. Für Architekten, Handwerker oder Landschaftsgärtner ist Houzz eine tolle Möglichkeit, nicht nur ihre Arbeit zu präsentieren, sondern auch durch Kundenbewertungen oder Interaktion mit der Community Einblicke in ihre Persönlichkeit, ihren Arbeitsstil und ihre individuelle Herangehensweise zu geben und natürlich Aufträge zu generieren“, ist Roman Rochel, Country Manager Houzz.de, überzeugt. Rund
1600 Schreiner, Tischler, Inneneinrichter, Küchenplaner und Möbeldesigner präsentieren sich hier bereits den über 1 Mio. potenziellen Kunden. Ihr gemeinsamer Nenner ist die Leidenschaft für schönes und funktionales Design, alle schätzen gleichermaßen das Handwerk und viele sind auf der Suche nach dem passenden Projektpartner.

Wer sich als Experte hochwertig präsentiert, lockt Kunden an

Hier wird Houzz zum digitalen und schließlich realen Treffpunkt. Jeder Schreiner, Tischler oder Inneneinrichter kann als Mitglied ein Experten-Profil mit Fotos und Projektbeschreibungen einstellen und seinen Betrieb präsentieren. 13 Mio. Fotos, die sich leicht über die Kategorien „Küche & Essbereich“, „Wohnen“, „Schlafzimmer & Bad“, „Außenbereich“ und „Weitere Räume“ finden lassen, bieten interessierten Endkunden derzeit Inspiration. Dabei gilt: Je hochwertiger das Foto, je überzeugender die Lösung und die Qualität der Umsetzung, desto erfolgreicher. Über die Suchfunktion können Interessierte leicht die passenden Dienstleister in ihrer Nähe in einem Umkreis von 10 bis 100 km aufrufen oder auch in größerer Distanz suchen. Der Bedarf ist groß. Laut der Studie „Houzz & Home 2016“ setzen 79 Prozent der Hausbesitzer auf den Profi, darunter
48 Prozent auf Küchenplaner und 30 Prozent auf Tischler und Schreiner.

Kostenlos und eine große Chance für kleine Betriebe

Das Einstellen eines Experten-Profils ist kostenlos und einfach zu handhaben. „Man benötigt nicht mehr als einen Rechner und einen Browser“, sagt Christo Mitov, PR & Community Manager bei Houzz Deutschland mit Sitz in Berlin. Sollte jemand Hilfe brauchen, beraten die Mitarbeiter Leser von [Möbel] VERKAUFEN exklusiv und kostenfrei. Termine können online über https://houzzexperten.
youcanbook.me gebucht werden.

Auch wer als Schreiner, Tischler oder Inneneinrichter noch nicht über eine eigene Webseite verfügt, kann mit einem kostenlosen Homepage-Baukasten in weniger als 15 Minuten aus den Informationen und Bildern im Experten-Profil eine eigene Homepage erstellen. Über einen Button können zudem die eigenen Website-Besucher Produkt- und Raumbilder auf der Online-Plattform Houzz abrufen oder eine Diashow gefiltert nach Suchbegriffen ansehen.

Zusätzliche Marketingunterstützung für die Kundenakquise

Gerade für kleine Betriebe bietet die Plattform die Chance, ihr lokales Zielpublikum zu erreichen, ohne in Werbung investieren zu müssen. „Schon kurz nachdem wir unser Profil eingerichtet hatten, erhielten wir erste Anfragen“, berichtet etwa Interior Designer Axel Schäfer von Berlinrodeo auf der Website. Auch Stefan Neubrand, Schreiner und Innenarchitekt aus München, ist von der Plattform angetan: „Mit dem Website Designer haben wir innerhalb kürzester Zeit eine sehr gut designte und völlig kostenlose eigene Website aufgebaut. Wir sind begeistert, wie viele Möglichkeiten Houzz bietet, sich seinen Kunden bestmöglich zu präsentieren.“

Neben kostenloser Mitgliedschaft bietet Houzz mit „Pro Plus“ auch eine maßgeschneiderte Lösung. Dann kümmern sich hauseigene Marketingleute um die optimale Platzierung des Experten auf der Website und in der App. Mit „Pro Plus“ sollen die individuellen Bedürfnisse des Experten nach Präsenz erfüllt werden – entsprechend individuell ist die Preisgestaltung (Preise auf Anfrage).

Spannend und unterhaltsam ist auch der Blick in das Houzz Magazin. Eine hauseigene Redaktion wählt inspirierende Projekte aus und stellt sie prominent vor: vom modernen Bad in einer ehemaligen Werkstatt über die maßgeschneiderte Einrichtung eines Mikroappartements bis hin zur Klärung der Frage „Was ist eigentlich Riftware?“, das Holz so edel glänzen lässt.

Community: Mitmachen erhöht
die Aufmerksamkeit

Mit etwas Zeit und Ideenreichtum lässt sich Aufmerksamkeit aber auch in der Community generieren. Hier geht es darum, als Experte auf Userfragen zu antworten und potentiellen Kunden online fachkundig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Die Community ist ein wichtiger Ort für Experten. Hier können sie ihr Können zeigen, indem sie etwa eine Idee mit einer Handzeichnung skizzieren oder eigene Projekte vorstellen“, sagt Mitov. Auch das Auftreten sage viel aus: Wie geht der Experte mit seinen Kunden um? Wie sieht die Zusammenarbeit aus?
Wer durch Qualität und Kreativität überzeugt, hat gute Chancen, Kunden zu gewinnen. Doch Vorsicht: Die Community auf Houzz bewertet durchaus kritisch und orientiert sich an den Bewertungen der anderen. Sie erkennt schnell, ob sich jemand lediglich profilieren will und in Eigenwerbung schwelgt oder sich tatsächlich mit einer überzeugenden Idee oder einem Projekt als ernstzunehmender Experte zu Wort meldet.


Die Idee hinter Houzz

Houzz ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch. Und tatsächlich begann alles mit einem Haus. Als das Paar Adi Tatarko und Alon Cohen 2008 eine Immobilie im Silicon Valley kaufte, sah es im Geiste schon sein Traumhaus vor sich. Nur fanden die beiden nicht den richtigen Partner für die Renovierung und gaben zunächst viel Geld für Entwürfe aus, die sie nicht begeisterten. Doch sie waren sich sicher, dass es in ihrer Nähe jemanden geben würde, der ihre Vorstellungen umsetzen könnte. Und so gründeten sie kurzerhand die Plattform Houzz, auf der sich heute weltweit jeden Monat über 40 Mio. User tummeln, die sich gerade mit den Themen Bauen, Renovieren oder Dekorieren beschäftigen.


Roman Rochel

Für Handwerker ist Houzz eine tolle Möglichkeit, nicht nur ihre Arbeit zu präsentieren, sondern auch durch Kundenbewertungen oder Interaktion mit der Community Einblicke in ihren Arbeitsstil und ihre Herangehensweise zu geben und natürlich Aufträge zu generieren.“