Ein Familienunternehmen mit 80 Jahren Erfahrung

Die „Marke Hensinger“ steht für individuelle Möbelfertigung in der eigenen Schreinerei und einem exklusiven Küchenstudio in Richtung Straße. Schon vor Jahren verabschiedete man sich vom faden Schreinerbeige und setzt seither auf einen frischen und zeitgemäßen Auftritt. Das Marketingkonzept kommt an und so ist der anspruchsvolle Betrieb auch über den Grenzen von Laupheim bekannt, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren.

von Elena Deeg

Mit der Lage am Ortseingang der Großen Kreisstadt Laupheim sind die Hensingers seit jeher sehr zufrieden. Hier haben sie genügend Platz für Schreinerei, Ausstellungsfläche und für die ganze Familie. Unterm Dach wohnt der jetzige Geschäftsführer Markus Hensinger mit seiner Frau Gunilla und den beiden Söhnen. In der Mitte leben die Eltern vom Juniorchef, Manfred und Klara Hensinger. Und im Erdgeschoss befindet sich die Schreinerei in Richtung Hinterhof, nach vorne zur Straße liegt der Eingang des Küchenstudios mit zwei großen Schaufenstern. So ist die Anfahrt für Ortsansässige genauso unkompliziert wie von der Bundesstraße kommend. Das Konzept funktioniert für Kunden und die Familie gleichermaßen. „Hier helfen alle zusammen. Wir wohnen hier, wenn die Kinder von der Schule kommen, ist immer jemand da. Die Schreinerei ist Teil der Familie,“ erzählt Markus Hensinger und ist voller Stolz über das Miteinander von drei Generationen unter einem Dach.

Schreinerei und Herstellerangebot bei den Küchen greifen gut ineinander

Was das Angebot bei den Hensingers besonders auszeichnet, ist schlicht die Kombination aus individueller Möbelfertigung mit Speziallösungen für Küchen. „Die Schreinerei greift das Angebot des Handels auf und erweitert es um anspruchsvolle Einbaumöglichkeiten,“ so Markus Hensinger. „Es kommt immer wieder vor, dass Kunden beim Erstgespräch den Grundriss dabei haben, mit dem sie im Möbelhaus bereits abgewiesen wurden. Umso mehr freuen sie sich über die Vielfalt an Möglichkeiten und vor allem, dass sich die Wunschküche doch realisieren lässt,“ berichtet Gunilla Hensinger, die als Küchenplanerin auch die CAD-Zeichnungen nach dem Vorgespräch anfertigt. In der Regel sind es zwei Termine, die im Vorfeld stattfinden, ein Vorgespräch, bei dem die Anforde-rungen aufgenommen werden und ein Folgetermin, indem das gewählte Modell mit den gewünschten Ausführungen besprochen wird. Erst wenn es um das Ausmessen und die handwerkliche Vorbereitung geht, kommt Schreinermeister Markus Hensinger ins Spiel.

Viel Wert auf gute Qualität legen

„Unsere Küchen werden von ausgebildeten Schreinern eingebaut. Hier geht es in erster Linie darum, dass der Einbau sauber ausgeführt wird.“ so Markus Hensinger. „Wenn ich die Schreinerei nicht hätte, müssten wir auf Einbautrupps zurückgreifen und könnten die angefragten Sonderlösungen so gar nicht anbieten. Auch würde der Zeitdruck beim Einbau wesentlich zunehmen.“ Circa 6-8 Wochen dauert es von der Unterschrift bis zur fertigen Küche, je nach Wahl der Oberfläche auch mal länger. Oft entstehen während der Einbauphase auch zusätzliche Aufträge, dann ist der Schreiner schon im Haus und schaut sich vielleicht auch die Garderobe oder ein Möbel im Bad an. So wird der Betrieb in erster Linie als Schreinerei wahrgenommen, die eben auch Küchen im Repertoire hat. Und da haben sie sich über Jahre ein grundlegendes Fachwissen angeeignet. „Wir können die komplette Bandbreite abdecken, von der Einliegerküche bis zur Luxusvariante im Premium-Segment,“ so Gunilla Hensinger. Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass viele Kunden auch von einer „Hensinger-Küche“ sprechen. Das Markenangebot bei den Küchenherstellern setzt sich aus Zeyko, Ballerina und Nobilia zusammen. Eine große Auswahl an Oberflächen und Materialien erweitert die Vielfalt und machen die Küchen schließlich immer zu Unikaten. Bei den Elektrogeräten setzt man ausschließlich auf Markenprodukte; unter anderem auf die Studioline von Siemens, eine selektive Linie, die nur über den Fachhandel vertrieben wird. „Dazu haben wir eine spezielle Schulung absolviert und können den Kunden fachmännisch bei der Gerätebedienung beraten und einweisen,“ erklärt Markus Hensinger.

Das Verkaufskonzept muss stimmen

In regelmäßigen Abständen werden die Schauküchen ausgetauscht, das nutzen die Hensingers gerne für einen Event. Abverkauf und Neupräsentation fallen dann mit einem Schauwochenende zusammen. Parallel findet dazu meist ein Kochevent mit externem Koch statt. „Wir lassen kochen, damit können wir die Gelegenheit nutzen, um mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Entweder es kommt jemand direkt von Siemens, der die Geräte vorführt, oder wir arbeiten auch immer wieder gerne mit einem ortsansässigen Koch zusammen, nämlich Thomas Rössler vom Laupheimer Hof. Mit ihm haben wir großes Glück, er versteht es die Gäste zu unterhalten und macht eine richtige Show beim Kochen“, schwärmen Gunilla und Markus Hensinger. Er vermittelt genau das Credo des Ehepaars: „Eine Küche muss gelebt werden, denn schließlich ist sie in vielen Haushalten der Mittelpunkt des Lebens.“

Immer auf der Höhe der Zeit

Um die Geschichte von Anfang an zu erzählen, gehen wir zurück ins Jahr 1937. Denn da gründete der Großvater, Wendelin Hensinger die Schreinerei in der König-Wilhelm-Straße. Bereits ein Jahr später folgte der Umzug in die Kapellenstraße. 1964 absolvierte Sohn Manfred die Meisterprüfung und stieg ins Unternehmen mit ein. Aus der Bauschreinerei wurde eine Möbelschreinerei. 14 Jahre später, also 1978, folgte der Hausbau in der Anna-von-Freyberg-Straße und damit die Erweiterung um das Küchenstudio. Nachdem Markus Hensinger 1995 die Meisterprüfung erfolgreich abschloss, übernahm er 2008 schließlich den Betrieb von seinem Vater. Manfred Hensinger zog sich aus dem Tagesgeschäft zurück, doch steht er nach wie vor unterstüzend zur Seite, Mutter Klara arbeitet bis heute als Küchenfachberaterin fest im Betrieb. Mit der überschaubaren Größe des Familienbetriebs ist Markus Hensinger glücklich: „Ich möchte meinen Betrieb selbst in der Hand haben, wir sind ein Handwerksbetrieb und das soll auch so bleiben. Alle Mitarbeiter haben wir selbst ausgebildet. Die letzten vier Lehrlinge machten ihren Meister und bei der Gesellenprüfung haben wir gleich zwei Kammersieger in Folge.“ Die Mannschaft besteht aus zwei Schreinergesellen, einem Meister und einem Auszubildenden. „Wir halten unser Qualitätsniveau und investieren zudem in Maschinen,“ so Hensinger. Tradition und Moderne gehen hier also Hand in Hand, denn während der Seniorchef dem Lehrling schonmal Tricks der guten alten Handwerkskunst verrät, beschäftigt sich Sohn Markus auch gerne mit Themen wie Social Media und pflegt seit rund fünf Jahren den Facebookauftritt der Schreinerei. Auch regelmäßige Messebesuche in Köln und Ostwestfalen gehören zum kontinuierlichen Programm und so ist man über aktuelle Geschehnisse auf dem Markt stets rechtzeitig informiert. Dabei spüren sie seit einiger Zeit den Trend, dass Qualität wieder wichtiger denn je geworden ist. Eine ideale Basis für die Zukunft.


Schreinerei Hensinger

Portfolio | Individueller Möbelbau von Betten, Haustüren, Schränken, Tischen, Büromöbeln, Praxen, Ladeneinrichtungen, Badmöbeln

Handelsware | Küchen, Elektrogeräte, Arbeitsplatten, Stein, Keramik, Glas, Büroeinrichtungen, Stühle, Küchenaccessoires, Leuchten, Türen

Mitarbeiter | 1 Schreinermeister

3 Gesellen, 1 Azubi, 2 Küchenfachberater und 1 Bürokraft

Ausstellungsgröße | 120 m²

Jahresumsatz | 780.000 Euro

Anteil Schreinerei | 50 Prozent

Anteil Handelsware | 50 Prozent

Handelspartner | Zeyko, Ballerina, Nobilia, Lechner, Siemens, Neff, Liebherr, Berbel, Gutmann, Rösle, Comtür, Hund Büromöbel, Hettich, Blum, Häfele

www.hensinger.de


Markus Hensinger

„Die Spezialisierung auf Küchen ist für uns das richtige Konzept. “