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Von der Feuerstelle zur Wohnküche

Eine interessante Chronologie der Küche als Raum hat die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) zusammengestellt. Die längste Zeit war es die offene Feuerstelle, die das Drumherum prägte. Erst durch die Erfindung des Backofens mit Kochfeld entwickelte sich die Küche weiter. 1926 stellte die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky in Frankfurt eine Küche vor, die eine bahnbrechende und bis heute maßgebende Erfindung darstellt: genormte Elemente, die lückenlos aneinandergereiht werden konnten. Die Einbauküche, nach dem Vorbild eines hygienischen und ablaufoptimierten Labors, dominiert bis heute die moderne Küche. Allerdings hat sich bei den Ansprüchen der Käufer seit der Erfindung der Einbauküche viel getan. Seit den frühen 1990er Jahren befindet sich die Küchenplanung auf dem Weg zur modernen Wohnküche: Essen und Kochen sind miteinander verschmolzen – Multifunktionalität, Convenience und Professionalität sind heute Eintrittskarten für den Markt. Durch den offenen Grundriss hat das optische Design enorm an Stellenwert gewonnen. Auch in Zukunft wird das Interesse am Kochen weiter wachsen, die Bedeutung von Wohnlichkeit und Gemütlichkeit ebenfalls weiter zunehmen. Internationalisierung und Globalisierung, aber auch der Wunsch nach gesunder Ernährung, führen zu einem erhöhten Interesse an kreativen und exotischen Genüssen. Die Individualisierung in der Gesellschaft trägt dazu bei, dass diese immer vielfältiger gewünscht und in der eigenen Küche umgesetzt wird.

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