Increva

Massives Holz, individuelles Design

Gute Schreiner und Tischler kennen das: Auf der einen Seite volle Auftragsbücher, auf der anderen der Wunsch, die Lieferzeiten für die Kunden trotz begrenzter Kapazität und hohem Qualitätsanspruch möglichst kurz zu halten. Eine Lösung bietet der Schwarzwälder Holzspezialist Fritz Baur: Unter dem Label „Increva“ übernimmt er die auftragsbezogene Fertigung individueller Massivholzmöbel, jetzt ergänzt durch eine Kollektion von Einzelmöbeln des jungen Designers Pascal Bosetti.

von Birgit Werthebach

Menschen, die mit ihren Einrichtungswünschen zum Schreiner oder Tischler gehen, sind häufig auf der Suche nach individuellen, kreativen Möbeln jenseits vom Mainstream, gerne variabel an zukünftige Vorlieben und Wohnraumsituationen anpassbar und natürlich aus massivem Holz. Genau solche Kunden hatte die Fritz Baur Holzerzeugnisse GmbH aus Bernau im Schwarzwald im Blick, als sie 2002 die Marke „Increva“ ins Leben rief. Folgerichtig steht der Name für individuelle, kreative und variable Massivholzmöbel. Geschäftsführer Georg Baur: „Er wurde bewusst gewählt, denn jedes unserer Möbel soll diese drei Eigenschaften besitzen, ganz gleich, in welcher Art und Ausführung. Basis und verbindendes Element ist dabei immer der natürliche Werkstoff Massivholz. Dies rührt aus den Wurzeln des Unternehmens und der Schwarzwälder Region her.“ Als Zulieferbetrieb für die Möbelindustrie ist der 1909 gegründete Familienbetrieb seit jeher auf die Verarbeitung von Massivholz spezialisiert. Neben der jahrzehntelangen Erfahrung verfügt das Unternehmen über 2000 m² Produktionsfläche und einen Maschinenpark, der eine hohe Fertigungstiefe zulässt und sowohl in der spanenden Bearbeitung als auch in der Oberflächentechnologie technisch up to date ist.
An den Start ging Increva mit einem individuell planbaren Möbelsystem für den Wohnbereich, das sich aufgrund seiner Flexibilität und der kommissionsweisen Fertigung damals wie heute hervorragend für den Vertrieb über den Schreiner und Tischler eignet. Der berät den Kunden, nimmt Maß und stimmt mit ihm Holzart, Ausführung und Oberfläche ab. Für die schnelle und einfache Kalkulation stellt Increva ein eigenes Software-Tool zur Verfügung, so dass der Endkunde bereits während der Beratung einen verbindlichen Preis bekommt. Alternativ kann das Projekt auch anhand einer einfachen Handskizze bei Increva kalkuliert werden.
Weil die Vorstellungen der Endkunden so unterschiedlich sind, ist auch jedes Increva-Möbelsystem ein Unikat. Oberflächen können in lackierter oder geölter Ausführung gewählt werden, auch eine Fertigung nach Farbvorgabe ist möglich. Durch das Zuliefergeschäft hat der Holzspezialist aus dem Schwarzwald Zugang zu nahezu allen Holzarten, so dass auch ausgefallenere Materialwünsche erfüllt werden können.
Betriebe, die diesen Background nicht haben, erweitern mit Increva ihr Angebotsspektrum. Wer mehr Aufträge als Fertigungskapazität hat, kann Kunden durch schnellen Service binden. Und die neue Einzelmöbelkollektion „Arco“, die von dem jungen Designer Pascal Bosetti entworfen wurde, macht als Handelsware in der Ausstellung eines designorientierten Handwerkers eine gute Figur. Alle Handels-partner bekommen einen Händlerrabatt. Einen Mindestumsatz oder die Forderung nach einer Ausstellungsfläche gibt es nicht. Georg Baur: „Da wir in der gleichen Branche tätig sind, wissen wir, wie unsere Schreinerkollegen ticken. Wir begegnen einander auf Augenhöhe, Details werden auf fachlicher Ebene und auf kurzem Dienstweg direkt besprochen. Sonderlösungen hinsichtlich Holzart oder Oberflächenbehandlung sind jederzeit möglich.“ Für die nächsten Jahre plant Increva, dem Möbelsystem und der Einzelmöbelkollektion Arco weitere Kollektionen zur Seite zu stellen, immer in Zusammenarbeit mit jungen Designern.